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Sissachertagung 2022

Beginn:
10. Sep 2022
Freie Plätze:
10. Sep 2022
zuletzt aktualisiert:
12. Aug 2022
Kurs-Nr.:
-
Treffer:
23481
Favorit:
0 Favorit
Preis:
130,00 CHF pro Platz
Ort:
Landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain, Sissach
Gruppe:
keine Angabe
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Level:
keine Angabe
Freie Plätze:
73 von 160
Trainer:

Beschreibung

 
 

Sissachertagung

 

Die neue Armutsstrategie - wie weiter?

Was können wir daraus für uns mitnehmen/weitergeben?

Aus den Schlussfolgerungen des Regierungsrates geht hervor, dass die Armut zu bekämpfen und zu verhindern ist. Es ist nicht nur eine staatliche, sondern auch eine gesamtschweizerische, gesellschaftliche Aufgabe. Wir betrachten speziell die Handlungsfelder «gesellschaftliche Teilhabe und Alltagsbewältigung», soziale Existenzsicherung» sowie «Wohnversorgung».

Zuvor wird uns Dr. Ueli Mäder im Eingangsreferat etwas über die Entstehung und Entwicklung der Armut im Laufe der Zeit berichten. Und: Welches sind grundsätzliche Risiken? Wie kann Armut vermieden, verhindert werden? Wie sieht Armut und Armutsbekämpfung im ländlichen Kontext aus (im Vergleich zu städtischen Bedingungen und Strukturen)? Welche Anstrengungen sind in den Gemeinden und im Kanton notwendig?
Sind Gemeindestrukturen Chancen und/oder Risiken in der Armutsbekämpfung? Was wären nützliche Hilfsmittel und Massnahmen? Was gibt es bereits?

Eingangsreferat

Armut bewältigen: aber wie?
Chancen und Grenzen der kantonalen Strategie

Armut lässt sich bewältigen, zumindest materiell. Aber wie? Eine kantonale Strategie liegt bis 2024 vor und wird dann evaluiert. Sie basiert auf einer engen Kooperation mit den Gemeinden. Diese sind für den Vollzug der Sozialhilfe zuständig. Wichtig sind auch soziale Einrichtungen und wissenschaftliche Grundlagen. Wir konzentrieren uns auf ausgewählte Handlungsfelder: das Wohnen sowie die soziale Teilhabe und Existenzsicherung.

Im Einführungsreferat geht der emeritierte Soziologieprofessor Ueli Mäder vom sozialen Wandel aus. Er diskutiert die Armutsfrage als eine gesamt gesellschaftliche Aufgabe. Sie betrifft und verpflichtet uns alle – über den eigenen Gartenhag hinaus.

Ueli Mäder hat mehrere Studien zur sozialen Ungleichheit verfasst. Er ist in Sissach aufgewachsen und Träger des internationalen Erich Fromm-Preises 2022.

Referate

Neue Möglichkeiten der Armutsbeobachtung und Lücken der Existenzsicherung

Um Armut präventiv und wirksam bekämpfen zu können, ist eine umfassende, valide Armutsbeobachtung nötig, die über eine rein statistische Erhebungen des Sozialleistungsbezuges hinausgeht. Die BFH hat dafür gemeinsam mit Caritas Schweiz ein Modell entwickelt, das aktuell im Kanton Basel-Landschaft umgesetzt wird. Oliver Hümbelin wird in seinem Referat neue Resultate aus diesem Projekt präsentieren und darauf basierend auf die Potenziale der Armutsbeobachtung sowie bestehende Lücken in der Existenzsicherung eingehen.

Prof. Dr. Oliver Hümbelin ist Sozialforscher und Dozent im Institut Soziale Sicherheit und Sozialpolitik des Departements Soziale Arbeit der Berner Fachhochschule. Zu seinen Schwerpunkten gehören die Themen Ungleichheit und Armut in der Schweiz und die Rolle sozialstaatlicher Instrumente.

Thomas Baumgartner, Gesamtleiter Heilsarmee Wohnen Basel, wird in seiner Präsentation auf das Thema Wohnversorgung und die Erfahrungen der Heilsarmee zu diesem Thema eingehen. Dabei wird er über die wichtigen Erkenntnisse aus der Obdachlosenstudie der FHNW und über die Erfahrungen der Heilsarmee mit dem Pilotprojekt Housing First in Basel berichten. Darüber hinaus wird er einige Angebote der Heilsarmee vorstellen.
 
Domenico Sposato, Geschäftsleitung Caritas beider Basel
Was sind die grössten Schwierigkeiten von armutsbetroffenen Personen in Bezug auf gesellschaftliche Teilhabe und Alltagsbewältigung? Welche Unterstützung benötigen sie? Wie können Armutsbetroffene in das gesellschaftliche und kulturelle Leben integriert werden? Wie können sie gefördert werden, damit sie ihr soziales Netzwerk behalten oder eines aufbauen können? Welche Anlaufstellen gibt es? Welche Handlungsmöglichkeiten seitens der Sozialhilfebehörden wären dienlich? Wäs müsste sich gesellschaftlich, allenfalls politisch verändern? etc.
Zu diesen Fragen wird uns Domenico Sposato in seinem Referat einiges berichten.

Podium

Es diskutieren die Referierenden untereinander und mit dem Publikum über die Fragen: Was können wir aus der neuen Armutsstrategie für uns mitnehmen und weitergeben. Was können die Sozialhilfebehörden der Gemeinden, der Kanton, aber auch die Gesamtgesellschaft unternehmen, um die Armut zu bewältigen? Wie müssen die Veränderungen angegangen werden? Wer kann/soll sie initiieren? Was sind geeignete Massnahmen/Mittel?

Moderation:  Cornelia Kazis, Redakteurin bei Radio SRF 1 und 2, Journalistin, Referentin, Moderatorin, Erwachsenenbildnerin und Autorin.


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